Adoptionsberatung weicht Tagesbetreuung
Wie geht es weiter?
Die Tierhelden bieten heute professional an, womit ich mein Pfotenfunk einst begonnen habe: die vorbereitende Adoptionsberatung und Eingewöhungsbetreuung. Aber wie genau sah die aus und warum biete ich diesen Service nicht mehr an?
Wie alles begann
Pfotenfunk begann mit einem Herzensanliegen: Menschen und Hunde aus dem Tierschutz bestmöglich aufeinander vorzubereiten.
Aus meiner Tätigkeit in einem Tierschutzverein und meiner Zeit als Vermittlerin habe ich selbst erfahren, wie schwierig es ist, den unterschiedlichen Bedürfnissen von Adoptant*innen gerecht zu werden. Gerade rund um einen Transport, wenn viele Hunde gleichzeitig in ihr neues Zuhause reisen, fehlt oft die Zeit, individuell zu begleiten und das, obwohl gerade in dieser Phase viele Fragen und Unsicherheiten entstehen, die theoretisch schnell und ohne Trainer*in gelöst werden können.
Zwischen der Hilfe der Vermittler*innen und dem ersten Kontakt zu einem Hundetrainer klafft häufig eine Lücke: Manche Themen sind noch zu klein, um direkt ein Training zu starten, aber zu groß, um sie allein zu bewältigen. Diese Lücke wollte ich schließen und so entstand meine „Nummer für Hundekummer“. Diese Dienstleistung begann als Ehrenamt und wurde zu einer kostengünstigen Dienstleistung auch für externe Adoptanten. So konnte jeder den Pfotenfunk nutzen.
Was BOT die Nummer für Hundekummer? Und wer übernimmt?

Die „Nummer für Hundekummer“ war der Kern meiner ursprünglichen Dienstleistung – ein Service, der Adoptant*innen Sicherheit und Unterstützung in einer sehr sensiblen Phase bieten sollte.
Zum einen gab es eine Vorbereitungsberatung, in der ich neue Hundehalter*innen auf den Einzug ihres Tieres vorbereitete. Anhand von Fallbeispielen und typischen Alltagssituationen besprachen wir, was auf sie zukommt und wie sie ihren neuen Begleiter bestmöglich unterstützen können. Themen waren unter anderem der Alltag des Hundes im Shelter, Ängste gegenüber neuen Umgebungen oder Untergründen, Futterumstellung, erste Spaziergänge, Sicherheitsmaßnahmen, Einrichten von Futter- und Schlafplatz, Routinen und Ruhephasen, das Zusammenführen und Zusammenleben mit Kindern, Katzen oder anderen Hunden sowie die ersten Trainingsschritte für ein harmonisches Miteinander.
Zum anderen bot ich eine Eingewöhnungsbetreuung nach der Ankunft an: eine Woche lang persönliche Begleitung per WhatsApp, um bei Startschwierigkeiten, Unsicherheiten oder Fragen direkt zu unterstützen. Ziel war, schnell und unkompliziert zu helfen, damit Mensch und Hund sicher durch die erste gemeinsame Zeit finden.
Mein Wissen und meine Beratung basierten zu dem Zeitpunkt auf über 15 Jahren Hundeerfahrung und meiner Tätigkeit im Tierschutz, dazu gehören langjährige Erfahrung mit eigenen Tierschutzhunden, 8,5 Jahre Pflegestellenerfahrung, 4 Jahre Vermittlungsarbeit im Auslandstierschutz, Enge Zusammenarbeit mit Trainer*innen, Tierheimen und Vereinen als auch die Teilnahme an zahlreichen Workshops, Seminaren und Schulungen rund um Hundeverhalten, Eingewöhnung und Rudelhaltung.
Aber auch mein Wissen ist begrenzt und nicht jedes Problem ist eine Startschwierigkeit. Selbst mit Videoanalysen, lässt sich nicht jede Situation per Ferndiagnose lösen. An der Stelle verwies ich an regionale Trainer*innen, die vor Ort und fachlich Hilfestellung bieten konnten. Mein Part war der Weg dorthin, als Lückenfüllerin, damit nicht zahllose YouTube Tipps für Verwirrung und Verzweiflung sorgen konnten. Bei den Tierhelden hat man gleich beides zur Hand, da dort auch Trainer mit von der Partie sind.
Mein Schwerpunkt liegt inzwischen auf der Tages- und Urlaubsbetreuung im Hundezentrum Dresden sowie auf der individuellen Ernährungsberatung für Hunde. Die Adoptionsberatung und Eingewöhnungsbegleitung biete ich aus Zeitgründen nicht mehr bzw. nur noch in Einzelfällen an. An der Stelle verweise ich an die qualifizierten Mitarbeiter von Tierhelden die überregional zur Stelle sind und in Sachsen zusätzlich auch 1:1 Betreuung von Hunden anbieten. Die Tierhelden übernehmen und für mich bleibt dieser Bereich ein wichtiger Teil der Geschichte von „Pfotenfunk – der Nummer für Hundekummer“ als Anfang von allem.
