Füt­tern im Alter

Mit dem Alter ver­än­dern sich Ver­brauch und Bedarf.

Im Regel­fall lässt die Akti­vi­tät älte­rer Hunde nach. Sie wer­den gemüt­li­cher, sind nicht mehr so agil und ver­brau­chen dem­nach auch nicht mehr so viel Ener­gie. Dem ent­spre­chend sollte sich auch die Ernäh­rung ver­än­dern, damit die über­schüs­sige Ener­gie nicht umge­wan­delt wird zu Reser­ven, wel­che sich dann auf der Waage bemerk­bar machen. Denn bei einem älte­ren Hund des­sen Bewe­gungs­ap­pa­rat natür­li­cher­weise ebenso altert, wie das Ske­lett, der sollte nicht noch zusätz­li­ches Gewicht tra­gen müs­sen, wel­ches ihn zusätz­lich belas­tet.

Ab wann sollte man das Fut­ter umstel­len?

Wann auf ener­gie­re­du­zierte Senio­ren-Ratio­nen umge­stellt wird, ent­schei­det man idea­ler­weise indi­vi­du­ell. Nicht jeder Hund altert glei­cher­ma­ßen, es gibt durch­aus noch sehr aktive und fitte Senio­ren, die wei­ter­hin einen ent­spre­chen­den Ener­gie­be­darf haben. Als Richt­werte nimmt man fol­gende:

  • kleine Hund ab 8 Jah­ren
  • mitt­lere Hund ab 7 Jah­ren
  • große Hunde ab 5 Jah­ren

Wie sollte man das Fut­ter umstel­len?

Fette sind Ener­gie­lie­fe­ran­ten, da der Ener­gie­be­darf im Alter um durch­schnitt­lich 30% sinkt, sollte der Fett­an­teil der Gesamt­ra­tion nur noch 8–10% aus­ma­chen. Denn ein Über­schuss wird vom Kör­per in der Leber, der Mus­ku­la­tur und im Unter­haut­bin­degwebe ein­ge­la­gert.

Ein höhe­rer Bal­last­stoff­an­teil för­dert und unter­stützt die Ver­dau­ung, des­halb sollte die­ser erhöht gefüt­tert wer­den. Ebenso sind hoch­wer­tige und leicht ver­dau­li­che Kom­po­nen­ten wich­tig, sowohl pflanz­lich als auch tie­risch.

Außer­dem nimmt die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Nie­ren mit dem Alter ab, wodurch sich die Phos­phor­auf­nahme beschränkt. Dies sollte bei dei­ner Fut­ter-/ bzw. Zuta­ten­aus­wahl unbe­dingt mit berück­sich­tig wer­den, um eine Phos­phor­über­ver­sor­gung zu ver­mei­den. Die Fol­gen wären sonst eine zu hohe Kon­zen­tra­tion des Phos­pha­tes im Blut und damit ein ein­her­ge­hen­der Cal­ci­um­man­gel, was für eine Ent­mi­ne­ra­li­sie­rung der Kno­chen sorgt und eine Ver­kal­kung der Nie­ren.  Das wie­derum beschleu­nigt das Abster­ben von Gewebe. 

Vit­amine & Anti­oxi­dan­tien

Der Bedarf an Vit­amin B+E, Zink und ggf. Vit­amin C steigt. Wieso ist das so?

Im Alter steigt die Konzentrationsfähigkeit der Niere, d.h. der Urin wird kon­zen­trier­ter, dadurch befin­den sich mehr der Vit­amine im Urin und es fin­det ein erhöh­ter Ver­luste über den Harn statt. Zeit­gleich ver­lie­ren die Mito­chon­drien an Leis­tung, freie Radi­kale neh­men dadurch zu und sor­gen für oxi­da­tiven Stress. Ein Aus­gleich durch zuge­führte Anti­oxi­dan­tien ver­lang­samt die Zell­al­te­rung und unter­stützt das Immun­sys­tem nach­weis­lich.

Mit­tel­ket­tige Fett­säu­ren (MCFAs) und Tri­gly­ce­ride (MCTs)

Mit zuneh­men­dem Alter ver­schlech­tert sich der Glu­ko­se­me­ta­bo­lis­mus im Gehirn, wodurch weni­ger Glu­kose von den Neu­ro­nen und Ner­ven­zel­len genutzt wer­den kann. MCFAS‚s und MCT‚s hel­fen älte­ren Hun­den län­ger fit zu blei­ben. Dabei die­nen die MCFA´s als alter­na­tive Ener­gie­quelle. Es gibt diverse ergän­zende Sup­ple­men­tie­run­gen für ältere Hunde, aber man sollte nicht wild los dosie­ren. 

 

Ein­fa­che Unter­stüt­zung über die Ernäh­rung

Wie du wahr­schein­lich schon beim Phos­phor-Bei­spiel mit­be­kom­men hast, erfüllt jedes Spu­ren­ele­ment, jeder Mikro-/ und Makro­nähr­stoff inkl. der Vit­amine sei­nen Zweck. Je nach dem ob in der Ration zu wenig, aus­rei­chend oder zu viel vor­han­den ist, wird die Gesund­heit dei­nes Hun­des und auch seine Vita­li­tät beein­flusst.

Lass dich via Ernäh­rungs­be­ra­tung oder beim Tier­arzt bera­ten. Denn oft­mals reicht eine aus­ge­wo­gene Ernäh­rung um dem Hund wie­der mehr Vita­li­tät zu ver­lei­hen, die Gesund­heit im Ist-Zustand zu erhal­ten und das Altern zu ent­schleu­ni­gen. Ohne Mix­tu­ren die wohl­mög­lich noch den Magen­darm­trakt rei­zen und dem Hund zusätz­lich belas­ten, anstatt zu hel­fen. 

Wenn du deine Ration ein­mal über­prü­fen und gege­be­nen­falls anpas­sen las­sen möch­test, stehe ich dir gerne zur Ver­fü­gung. Du erreichst mich ganz bequem über das Kon­tak­for­mu­lar oder die info@pfotenfunk.com